Auf der Benelux RF Conference 2025 präsentierte das MID4Automotive‑Konsortium einen weiteren bedeutenden Fortschritt im Bereich der automobilen Sensorik der nächsten Generation. In seinem Vortrag „Molded Interconnect Device Technology Integration of a Photonics‑Based Automotive Radar“ zeigte Stephan Kruse von der Universität Paderborn, wie die Molded‑Interconnect‑Device‑(MID‑)Technologie als zentraler Enabler für kompakte und hochintegrierte photonische Radarsysteme dienen kann.
Kruse erläuterte dem Publikum das Potenzial von Molded Interconnect Devices als multifunktionale 3D‑Substrate, die mechanische Stabilität, elektrische Leitungsführung und optische Signalführung in einem einzigen Bauteil vereinen. Durch die Nutzung von MID‑Strukturen verfolgt das Projekt das Ziel, optische Wellenleiter, HF‑Leiterbahnen und elektronische Schnittstellen auf einer einheitlichen Plattform zu integrieren – wodurch die Systemkomplexität reduziert und gleichzeitig Robustheit und Herstellbarkeit verbessert werden.
Die Präsentation hob Designkonzepte, Fertigungsansätze und erste experimentelle Ergebnisse hervor, die zeigen, wie MID‑basierte Integration die Montage photonischer, automobilgeeigneter Radararchitekturen vereinfachen kann. Besonderes Augenmerk lag auf der präzisen Ausrichtung optischer Pfade, einer stabilen Signalverteilung sowie der Möglichkeit, Hochfrequenzstrukturen direkt in geformte Substrate einzubetten. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für die Realisierung kompakter 77‑GHz‑Radarmodule mit verbesserter Leistung und geringeren Produktionskosten.
Mit diesem Beitrag bekräftigte das MID4Automotive‑Konsortium sein Engagement für die Weiterentwicklung integrierter photonischer Sensortechnologien für zukünftige Mobilitätssysteme. Das große Interesse der Konferenzteilnehmer unterstrich die Relevanz MID‑gestützter photonischer Radar‑Integration als vielversprechenden Weg hin zu miniaturisierten, hochauflösenden automobilen Sensoren.